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Währungsunion und deutscher Kapitalmarktzins

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Ralf Welge

Mitte der neunziger Jahre war die Vermutung weit verbreitet, daß sich ein Stabilitätspessimismus für die Europäische Währungsunion (EWU) tendenziell bereits im Vorfeld der EWU in einem ansteigenden langfristigen DM-Zins niederschlage. Das empirische Ergebnis dieser Arbeit legt dagegen die Vermutung eines zinssenkenden Einflusses nahe. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt auf der Beschreibung und Entwicklung finanzmarktgestützter Erwartungsindikatoren, die per definitionem die zu dem jeweiligen Zeitpunkt vorherrschende Erwartungshaltung der Marktteilnehmer hinsichtlich Zustandekommen und Zusammensetzung der EWU beschreiben sollen. Dieser Schwerpunkt stellt einen Teilaspekt der empirischen Analyse dar, der insbesondere im Zeitraum von Ende 1996 bis Anfang 1998 auf breites öffentliches Interesse gestoßen ist.
Aus dem Inhalt: Die Frage nach einem währungsunionbedingten Zinsaufschlag am deutschen Kapitalmarkt - Die Beschreibung und Entwicklung finanzmarktgestützter Erwartungsindikatoren hinsichtlich Zustandekommen und Zusammensetzung der Währungsunion - Der europäische Zinskonvergenzprozeß - Empirisches Indiz: währungsunionbedingter Zinsabschlag.