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Maurice Ravels Schlüsselwerk «L'Enfant et les Sortilèges»

Eine ästhetisch-analytische Studie

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Matthias Schillmöller

Ravels 1925 entstandene Oper L'Enfant et les Sortilèges (deutsch: Das Kind und die Zauberdinge) firmierte in der Forschung bislang als Mischung aus naiver Kinderoper und hochartifiziellem Musiktheater, aus virtuosem Stilpotpourri und jazzbeeinflußtem Musical mit Trickfilmelementen. Der Verfasser geht diesen oft stereotypen Interpretationsansätzen kritisch nach, um dann unter Einbeziehung verwandter Werke wie dem Kinderballett Ma Mère l'Oye neuartige Analysekriterien zu entwickeln. Das Begriffspaar «enfant» und «sortilèges» wird bei den Untersuchungen zu literarischen, ästhetischen wie auch rein kompositorischen Gestaltungsprinzipien als zentrales kompositorisches Programm Ravels aufgefaßt. Gerade dem raffiniert-kindlichen, scheinbar ungeordneten Charakter der Musik als Werkstil gilt besonderes Augenmerk. Der Autor überprüft Ravels Bezeichnung der «Fantaisie lyrique» als bloßes «aventure» und erarbeitet daran ein weiterreichendes Verständnis seiner kompositorischen Kategorien.
Aus dem Inhalt: Werke Ravels mit verwandter Thematik - Libretto - Makrostruktur - Mikrostruktur - Klassifikationsversuche - Autoreferentialität.