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Bedeutung und Funktion von «and» als dialogische Instruktion

Eine funktionale Analyse von Verbindungen mit «and»

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Ulrike Sköries

Wie kann die enorme Vielfalt der Und-Verbindungen deskriptiv erfaßt werden? Enthält eine Und-Verbindung Zusatzannahmen, sind diese dann der Konjunktionsbedeutung zuzurechnen, wie es in der traditionellen Koordinationsforschung geschieht? Danach hätte and so viele Bedeutungen, wie es Zusatzannahmen in Und-Verbindungen gibt. Damit würde and jedoch letztlich «unendlichdeutig»: Es wäre weder kognitiv noch praktisch zu handhaben und für jede seriöse Theorie ein Desaster. Dagegen wird hier eine einheitliche konstante Bedeutung und Funktion von and als dialogische Instruktion der Analyse von empirischen Und-Verbindungen auf Satzebene sowie auf Sub- und Supersatzebene zugrundegelegt. Ergebnis ist, daß nicht and variiert, sondern sein (non-)verbales Umfeld.
Aus dem Inhalt: Darstellung des gegenwärtigen Koordinationsforschungsstandes: semantische Lesarten in Und-Verbindungen - Konjunktionaler Fehlschluß von der Gesamtbedeutung einer Koordination auf die Konjunktionsbedeutung - Alternative Sicht: die Konjunktionsbedeutung bleibt konstant, während Parameter der Koordination als das Umfeld von and variieren - Vorschlag einer dialogischen Formulierung der and-Bedeutung.