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Wirkung politischer Stellungnahmen von Wissenschaftlern am Beispiel der Göttinger Erklärung zur atomaren Bewaffnung

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Alexandra Rese

Am 12. April 1957 protestierten achtzehn deutsche Atomphysiker - darunter die Nobelpreisträger Otto Hahn, Max Born, Werner Heisenberg und Max von Laue - in einem öffentlichen Aufruf gegen die geplante atomare Aufrüstung der Bundeswehr. Die öffentliche Wirkung des Appells war ungeheuerlich: Neben einer gewaltigen publizistischen Resonanz rief er massiven parlamentarischen und außerparlamentarischen Protest gegen die atomaren Pläne der Bundesregierung hervor. Die Hellhörigkeit der Bevölkerung gegenüber atomaren Rüstungsproblemen wurde durch die Erklärung entscheidend geschärft. Der Verweigerung der Wissenschaftler, sich an der Herstellung von Atombomben zu beteiligen, lagen jedoch auch ganz eigennützige wissenschaftspolitische Absichten zugrunde, indem die friedliche Nutzung der Kernenergie auf Dauer abgesichert werden sollte.
Aus dem Inhalt: Die Militärpolitik der Bundesregierung in den fünfziger Jahren - Vorgeschichte und Entstehung der Göttinger Erklärung - Die Wirkung der Göttinger Erklärung - Weitere Aktivitäten der Göttinger Achtzehn - Kritische Würdigung der Göttinger Erklärung.