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Stefan Andres

Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts

Series:

Michael Braun, Georg Guntermann and Birgit Lermen

Stefan Andres war in den fünfziger Jahren ein denkbar populärer Autor, seine Romane und Erzählungen erreichten hohe Auflagen, seine Reden gegen Atombewaffnung und Kalten Krieg sorgten für viel Unruhe im Nachkriegsdeutschland. Seit seiner zweiten Emigration nach Rom im Jahre 1961 ließ das Interesse an dem Schriftsteller nach, der schon 1937 - der jüdischen Herkunft seiner Frau Dorothee Andres wegen - eine prekäre Zuflucht im faschistischen Italien gefunden hatte.
Inzwischen ist das Interesse an Stefan Andres und seinem Werk neu erwacht. Der Band vereinigt die Vorträge, die anläßlich des Internationalen Stefan-Andres-Symposions vom 2. bis zum 4. Mai 1997 an der Universität Trier gehalten wurden. Sie dokumentieren, zusammen mit einigen zusätzlich aufgenommenen Beiträgen, die bedeutende Rolle des Autors als eines kritischen Zeitzeugen dieses Jahrhunderts und stellen neue Zugänge zu seinem Werk vor.
Aus dem Inhalt: Hanna-Renate Laurien: Stefan Andres und die Diktatur: Nachdenken über die Abgründe des Menschen - Birgit Lermen: «ø...! die ewige Geschichte vom Menschen und seiner Welt» - Stefan Andres als Deutscher, Europäer und Christ - Christopher Andres: «Was ist des Deutschen Vaterland?» - Stefan Andres und die deutsche Wiedervereinigung - Waltraud Wende: Leiden an Deutschland - Zum politischen Engagement von Stefan Andres - Günther Nicolin: «Aquaedukte der Erinnerung» - Stefan Andres in Unkel - Georg Guntermann: Erinnerung als Form - Zur Erzähltechnik im Werk von Stefan Andres - Erwin Rotermund / Heidrun Ehrke-Rotermund: Getarnte Regimekritik - Stefan Andres' Kurzprosa der frühen Vierziger Jahre - Hermann Erschens: Zwischen ägyptischer Totenmaske und Hitler-Bild - Stefan Andres' Novelle Das Antlitz - Karl Eibl: Selbstbewahrung im Reiche Luzifers? Zu Stefan Andres' Novellen El Greco malt den Großinquisitor und Wir sind Utopia - Michael Braun: Die Bühne als Tribunal - Zu den Dramen von Stefan Andres - Wilhelm Grosse: «Manche hörtens im Höhlenversteck ø...!» - Zu den dithyrambischen Oden von Stefan Andres - Pawel Toper: Stefan Andres und die russische Literatur - Christentum und Religiosität - Christa Basten: «In uns und außer uns: dies andere Sein» - Über die Gegenwart des Mythischen in Andres' Roman Der Knabe im Brunnen - Reinhard Kiefer: «Der Unschuld am Galgen» - Stefan Andres' lyrische Rezeption der Passionsgeschichte - John Klapper: Das «Samenkorn» und das «Kreuz» - Christlicher Humanismus in der Sintflut-Trilogie.