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Goethes Dilettantismus-Kritik

"Wilhelm Meisters Lehrjahre</I> im Lichte einer ästhetischen Kategorie der Moderne

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Ill-Sun Joo

In dieser Studie geht es um das Phänomen des Dilettantismus, das in jüngster Zeit immer mehr ins Zentrum des Interesses an Goethes ästhetischer Theorie gerückt ist. Seine Kritik des Dilettantismus ist nicht zuletzt ein Schlüssel zum Verständnis des Romans Wilhelm Meisters Lehrjahre, der in dieser Arbeit eingehend analysiert wird. Der Verfasser behandelt die Dilettantismusproblematik in diesem Roman nicht nur vor einem philologischen, sondern zugleich einem philosophisch-kulturkritischen Spektrum: Goethe kritisiert den Dilettantismus als problematische Spielart des modernen Subjektivismus. Der Verfasser begleitet die eigentliche Interpretation des Romans durch ausführliche philosophisch-theologische, epistemologische, ästhetische und mentalitätsgeschichtliche Erörterungen.
Aus dem Inhalt: Die Wahrheit als die kommunizierende Beziehung zwischen Innen- und Außenwelt - Dilettantismus als ein subjektivistisch-deterministisches Phänomen der Kunst - Goethes metamorphische Bildungsidee als eine Theorie über den Entwicklungsprozeß der Erkenntnisfähigkeit - Selbstspiegelung und Selbsterkenntnis: Goethes Kritik des idealistischen Reflexionsmodells - Die Geschichte der Menschheit als «eine Art Archiv» und das selbstbewußte Individuum als der Archivar: Goethes Geschichtsauffassung - Wilhelms Shakespeare-Studium - Die Geschichte einer wirkunfähig werdenden Bildung: die Bekenntnisse einer schönen Seele - Melancholie: Sehnsucht nach dem verlorenen Objekt und fensterlose Verschlossenheit - Eine absolute und eine «wahre Heiterkeit und Tätigkeit»: zwei Eigenschaften der Turmgesellschaft.