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Das Seiende als System

Zum Begriff der innerlichen Seinsvieleinheit im Spätwerk Caspar Ninks

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Andreas Lehr

Die Philosophie hat, ausgehend von Descartes, ihr systematisches Fundament zumeist in der Erkenntnistheorie gesucht. Die damit verbundene Engführung zu überwinden und die Ontologie wieder als systematisch grundlegende Wissenschaft zu etablieren, ist ein zentrales Anliegen Caspar Ninks. Eine solche Stellung kann die Seinslehre für ihn aber nur dann wieder einnehmen, wenn die Analyse zu den inneren Gründen des Seienden vordringt. Das Fundament der Philosophie wird so zur Explikation der dem Seienden innerlichen Vieleinheit, und das Seiende als solches erweist sich in dieser Analyse als System. Die Arbeit zeigt, wie Nink seine Konzeption der Ontologie begründet, welche historischen Vorlagen er aufgreift und wie er sie transformiert. Dabei wird insbesondere auch das noch unveröffentlichte Spätwerk Ninks ausgewertet. Caspar Nink SJ (1885-1975) lehrte Erkenntnistheorie, Ontologie und Philosophische Gotteslehre an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main.
Aus dem Inhalt: Welchen ontologischen Status haben die inneren Seinsgründe (Konstituentien), welche Art von Sein kommt ihnen zu? - Was ist Grund? - Wie verhalten sich Sein und Grund zueinander? - Was ist das Sein, was sein Grundsein? - Wie begründen die Konstituentien das Seiende? - Was ist konstitutive Seinsbegründung? - Welches Verhältnis haben die Konstituentien zueinander und zum konstituierten Seienden? - Wie ist das Verhältnis von Einheit und Vielheit im konstitutiven Aufbau des Seienden zu bestimmen?