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Die Fürstlich Liechtenstein'sche Kunstsammlung

Rechtsfragen zur Verbringung der Sammlung von Wien nach Vaduz in den Jahren 1944/45

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Franz Smola

Die Sammlung Liechtenstein ist eine der größten privaten Kunstsammlungen der Welt und befindet sich im Eigentum der Fürsten von Liechtenstein. Die Sammlung, die sich bis zum Zweiten Weltkrieg in Wien befand, steht seit 1938 unter österreichischem Denkmalschutz. Sie wurde 1944/45 entgegen den Bestimmungen des österreichischen Ausfuhrverbotsgesetzes nach Vaduz gebracht. Österreich erhebt bis heute einen Anspruch auf Rückstellung der Sammlung nach Wien. Neben einem historischen Abriß der Sammlung und der Beurteilung der völkerrechtlichen Exterritorialität der Fürsten von Liechtenstein in Österreich werden die Stellung der Sammlung unter Denkmalschutz, die zum Teil erfolgte Erteilung der Ausfuhrbewilligung sowie die jahrelangen Bemühungen der österreichischen Behörden um eine Rückführung der Sammlung von Vaduz nach Wien erörtert. Der Autor nimmt eine kritische Beurteilung der Anwendung des österreichischen Denkmalschutzgesetzes und Ausfuhrverbotsgesetzes während der nationalsozialistischen Periode vor und stellt die Frage, wieweit Verwaltungsakte aus dieser Zeit auch nach 1945 rechtswirksam sind. Im Anhang sind die wichtigsten Dokumente, Briefe und Gutachten zu diesem Fall angeführt.
Aus dem Inhalt: Geschichte der Fürstlich Liechtenstein'schen Kunstsammlung - Exterritorialität der Fürsten von Liechtenstein in Österreich - Österreichisches Denkmalschutzgesetz und Ausfuhrverbotsgesetz während der nationalsozialistischen Periode - Verbringung der Sammlung Liechtenstein von Österreich nach Vaduz 1944/45 - Verhandlungen über die Rückführung der Sammlung nach Österreich - Beurteilung der Rechtmäßigkeit des österreichischen Rückstellungsanspruches.