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Grammatische Reduktion in Frankokreolsprachen und Plansprachen

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Anett Heil

Wie der einzelne Mensch Sprache erwirbt, ist genau beobachtbar. Erstaunlich bleibt, wie die komplexen Zeichensysteme der unterschiedlichen Sprachen von Kindern «spielend» erlernt werden. Diese Fähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab. Gleichzeitig nimmt das Bewußtsein zum Erkennen der Schwierigkeiten einer Sprache zu. So ist auf der einen Seite ständig der Versuch unternommen worden, künstliche Sprachen zu konstruieren, die logisch-formal aufgebaut und leicht erlernbar sein sollen, auf der anderen Seite sind aufgrund von bestimmten soziokulturellen Faktoren natürlich vereinfachte Kreolsprachen entstanden. Ein detaillierter Vergleich in dem linguistischen Teilgebiet der Morphosyntax hebt die zahlreichen Übereinstimmungen hervor. Abschließend wird die Frage erörtert, vieviel formale Reduktion eine Sprache verträgt, wodurch sie diese kompensiert und wo überhaupt die Grenzen formaler Reduktion liegen.
Aus dem Inhalt: Einführende Erläuterungen zu Kreol- und Plansprachen - Mündlichkeit versus Schriftlichkeit - Morphosyntaktischer Vergleich - Strukturanalysen - Nutzen und Verlust von Reduktion.