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Hans Kohlhase

Die Geschichte einer Fehde in Sachsen und Brandenburg zur Zeit der Reformation

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Malte Dießelhorst and Arne Duncker

Michael Kohlhaas, zentrale Gestalt der gleichnamigen Novelle Kleists, hatte ein reales historisches Vorbild: den Berliner Kaufmann Hans Kohlhase. Dieser erklärte im März 1534 dem Adligen Zaschwitz und dem gesamten Land Sachsen die Fehde. Es gelang ihm, mehrere Jahre den ungleichen Kampf eines einzelnen gegen ein staatlich organisiertes Territorium unentschieden zu halten, bis er schließlich 1540 gefaßt und hingerichtet wurde. Die Vorgänge führten schon 1534 zum persönlichen Eingreifen der Kurfürsten Sachsens und Brandenburgs sowie zum Briefwechsel Kohlhases mit Martin Luther. Das Werk wertet die erhalten gebliebenen Akten dieser Vorgänge aus; die wichtigsten Aufzeichnungen werden im Wortlaut wiedergegeben und kommentiert. Deutlich wird, daß der Ewige Landfriede von 1495 keineswegs schon das Ende der Fehden zur Folge hatte.
Aus dem Inhalt: Wegnahme der Pferde Kohlhases - Unzureichender Rechtsschutz in Sachsen - Fehdeerklärung - Eingreifen der Kurfürsten - Stellungnahme Luthers - Jüterboger Friedensverhandlung - Fehdetaten: Entführungen und Überfälle - Fahndungen, Strafverfolgung, Folter - Unterstützerkreis - Kohlhase und Kleists Michael Kohlhaas.