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Strafbarer Organhandel

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Peter König

Der kommerzielle Handel mit menschlichen Organen steht oftmals im Zentrum des öffentlichen Interesses. In Diskussionsbeiträgen schimmert dabei gelegentlich das Schreckensbild einer Gesellschaft durch, in der Nieren und andere Körpersubstanzen zum Kauf offeriert werden, wie sonst nur gebrauchte Kraftfahrzeuge und in der bei der Organverteilung Gerechtigkeit nicht zählt, sondern das Geld entscheidet. Dem Kommerz mit Organen hat der Gesetzgeber im Transplantationsgesetz 1997 einen Riegel vorschieben wollen. Die Arbeit beleuchtet die Strafrechtslage beim gewinnorientierten Organumgang. Sie erläutert anhand zahlreicher Beispiele die Auswirkungen des neuen Strafrechts auf potentielle Organspender und -empfänger, vor allem aber auch auf die Ärzteschaft. Der Autor will einen Beitrag zur Versachlichung leisten. Er zeigt auf, daß der Gesetzgeber des Guten bei weitem zu viel getan hat.
Aus dem Inhalt: Erscheinungsformen des gewinnorientierten Umgangs mit Organen - Kommerzialisierung von Organen im Lichte des herkömmlichen Strafrechts - Organhandel und Menschenwürde - Das neue Strafrecht gegen den Organhandel als nicht geglücktes Substrat moderner Strafgesetzgebung - Vorschläge zur Problemlösung.