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Flucht, Migration und gesellschaftlicher Wandel im Nahen und Mittleren Osten

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Frank Gesemann

Der Nahe und Mittlere Osten ist wie kaum eine andere Region von Flucht- und Migrationsbewegungen betroffen. Flüchtlinge und Arbeitsmigranten sind hierbei Bestandteile eines komplexen Wanderungsgeschehens, das vielfältige soziale, wirtschaftliche und politische Ursachen hat. Zu diesen gehören vor allem gewaltsame Auseinandersetzungen, aber auch ungleiche Entwicklungsniveaus und Lebenschancen. Ziel dieser Arbeit ist die vergleichende Beschreibung und Analyse von Migrationsbewegungen und -systemen im Nahen und Mittleren Osten. Im Zentrum stehen vier Fallstudien zur Einwanderung von Juden nach Israel, zur Flucht und Migration von Palästinensern, zu Migrationsbewegungen im Libanon und zur ägyptischen Arbeitsmigration. Es wird gezeigt, inwieweit Migration Ursache und Folge von Konflikten in Herkunfts- und Aufnahmeländern ist und regionale Prozesse von Integration und Desintegration beeinflußt hat. Flüchtlinge und Migranten sind hierbei keineswegs nur Opfer konkreter Gewalterfahrungen oder struktureller Zwänge, sondern gehören häufig auch zu den Agenten gesellschaftlichen Wandels.
Aus dem Inhalt: Flucht und Migration im Nahen und Mittleren Osten - Fallstudien zur Einwanderung von Juden nach Israel, zur Flucht und Migration von Palästinensern, zu Flucht und Migration im Libanon sowie zur ägyptischen Arbeitsmigration - Wandel des regionalen Migrationssystems nach dem Kuwaitkonflikt 1990/91 - Regionale Dimensionen von Migration: eine zusammenfassende Systematik - Migration und gesellschaftlicher Wandel in der Region.