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Klage und Klageerwiderung im deutschen und englischen Zivilprozeß

Eine rechtshistorische und rechtsvergleichende Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Beeinflussung durch das römisch-kanonische Verfahren

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Dirk Bieresborn

Die unterschiedliche Ausgestaltung der Gerichtsverfahren in Deutschland und England ist zumindest bezogen auf den Strafprozeß allgemein bekannt. Weniger bekannt ist der Umstand, daß sich auch die Zivilprozesse erheblich voneinander unterscheiden. In dieser Arbeit untersucht der Autor vergleichend die Geschichte des sogenannten Beibringungsverfahrens, welches vom eigentlichen Akt der Klageerhebung über die verschiedenen Verteidigungsmöglichkeiten des Beklagten und die Folgen der Säumnis bis hin zur Prozeßzäsur reicht. Beginnend mit der fränkischen bzw. angelsächsischen Zeit bis zur Gegenwart vermittelt das Werk einen detaillierten Überblick über die geschichtliche Entwicklung dieser Prozeßrechtsinstitute und verschiedener Prozeßmaximen wie des Verhandlungs- und Amtsermittlungsprinzips, des Mündlichkeits- und Schriftlichkeitsprinzips sowie des Eventualprinzips in Deutschland und England. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Gemeinsamkeiten, die auf den Einfluß des für die geistliche Gerichtsbarkeit entwickelten römisch-kanonischen Verfahrens zurückzuführen sind. Schließlich versucht der Autor, mögliche Annäherungspunkte aufzuzeigen.
Aus dem Inhalt: Das Verfahren in fränkischer Zeit - Die Verfahrensänderungen im Hochmittelalter - Die Vermischung von germanischem und römischem Prozeß in Oberitalien - Die Aufnahme des römisch-kanonischen Prozesses von der weltlichen Gerichtsbarkeit und ihre Ursachen - Der gemeinrechtliche Prozeß - Das französische Zivilprozeßrecht in Deutschland - Die Reichszivilprozeßordnung von 1877 und ihre Entwicklung bis zur Gegenwart - Die Entwicklung des Writ-Verfahrens im Common-Law bis zum 17. Jahrhundert - Das Equity-Verfahren - Der englische Zivilprozeß der Gegenwart - Der Woolf-Report.