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Die südjemenitischen Juden

Versuch einer Rekonstruktion ihrer traditionellen Kultur vor dem Exodus

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Renate Meissner

Die jüdischen Gemeinden Südjemens bestehen nicht mehr. Ihre komplette Transplantation nach Israel in den Jahren 1949/50 mit der Operation «Auf den Schwingen des Adlers» bedeutete das abrupte Ende einer jahrhundertelangen Symbiose zwischen Juden und Muslims in diesem südlichsten Teil der Arabischen Halbinsel. Über die südjemenitischen Juden gibt es keine geschriebene Geschichte. Ihre Überlieferungen wurden mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Es wird versucht, mit den letzten in Israel noch lebenden Repräsentanten dieser Gemeinden Lebensweise und Brauchtum im Jemen zu rekonstruieren. Erstmals wird die räumliche Verbreitung der Juden Südjemens dokumentiert sowie deren Leben innerhalb der muslimischen Majorität vom sozio-religiösen, ökonomischen und rechtlichen Standpunkt aus beleuchtet. Diese Arbeit ist sowohl ein Beitrag zur Ethnographie Südarabiens als auch zur Urgent Anthropology.
Aus dem Inhalt: Verbreitung der Juden Südjemens - Silberschmiedekunst - Rechtliche Stellung der Juden im Jemen - Tribales Gewohnheitsrecht - Oral History - Ethnologie der südjemenitischen Juden.