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Territorialrechtliche Auseinandersetzungen der Herzöge von Sachsen-Lauenburg vor dem Reichskammergericht im 16. Jahrhundert

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Jörg Hillmann

Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg bildet die territoriale Ausgangsebene dieser Untersuchung, in der die Betrachtung des Reichskammergerichts das verbindende Element zwischen Reichs- und Landesgeschichte darstellt. Auf der Grundlage aller das Herzogtum betreffenden Reichskammergerichtsprozesse sowie der regionalen Quellen wird das «ganze Bild» eines norddeutschen Territoriums im 16. Jahrhundert gezeichnet: Konflikte der Landesherren im Inneren und mit Territorialnachbarn werden dabei ebenso sichtbar wie das Verhältnis der lauenburgischen Herzöge zum Reich als Reichsstand und als «Nutzer» der Reichsgerichte. Übergeordnete Fragestellungen wie die moderne Staatenbildung, die Reichsreform und die Rezeption des römischen Rechts werden auf einer breiten Quellenbasis neu akzentuiert. Dies ermöglicht auch, die traditionelle Interpretation lauenburgischer Geschichtsschreibung zu hinterfragen.
Aus dem Inhalt: Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg um 1500 - Aspekte der «Außenpolitik» der Herzöge - Ursachen und Anlässe für Auseinandersetzungen mit benachbarten Territorialfürsten - Prozeßverläufe vor dem Reichskammergericht - Wirkungen des Reichskammergerichts auf Sachsen-Lauenburg - Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg um 1619.