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Pkw-Bau in der DDR

Zur Innovationsschwäche von Zentralverwaltungswirtschaften

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Reinhold Bauer

Mit Trabant und Wartburg basierte die Motorisierung in der DDR auf zwei Fahrzeugen, die fast ein Vierteljahrhundert lang nahezu unverändert produziert wurden. Nicht von ungefähr gilt daher der Pkw-Bau als Paradebeispiel für die geringe Innovationskraft der ostdeutschen Planwirtschaft. Vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeichnet die Arbeit ein Gesamtbild der Geschichte des DDR-Pkw-Baus von 1945 bis 1990. Im Mittelpunkt stehen die 1970er Jahre als Übergangsperiode von einer noch relativ innovativen Phase zu einer Phase des anhaltenden Niedergangs. Mit Hilfe neuer Modelle sollte der Anschluß an den internationalen Stand der Kraftfahrzeugtechnik und -produktion gefunden werden. Darstellung und Analyse dieses ehrgeizigen, letztlich aber gescheiterten Projekts vermitteln tiefere Einblicke in die Bedingungen und Schwierigkeiten von Technikgenese und Innovation in der DDR.
Aus dem Inhalt: Der Pkw-Bau auf dem Gebiet der späteren DDR bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs - Demontage und Entwicklung bis 1950 - Neue Perspektiven und neue Strukturen, das Entstehen eines DDR-spezifischen Pkw-Baus (1951-1958/59) - Die zweite Modellgeneration (1959-1969/70) - Die Innovationsschwäche der DDR-Wirtschaft: etablierte Erklärungsansätze - Das Pkw-Programm und laufende Produktion in den 1970er Jahren - Der Pkw-Bau in den 1980er Jahren - Letzter Erneuerungsversuch und Bruch der Zweitakt-Tradition - Der Pkw-Bau als Modellfall für ostdeutsche Innovationsprobleme?