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Die Macht der Vier

Von der pythagoreischen Zahl zum modernen mathematischen Strukturbegriff in Jacques Roubauds oulipotischer Erzählung "La Princesse Hoppy ou le conte du Labrador</I>

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Elvira Laskowski-Caujolle

Im Mittelpunkt dieses Buches steht ein vergleichsweise kurzer zeitgenössischer Text des Dichters und Mathematikers Jacques Roubaud. Die Autorin weist nach, daß Roubaud Bahnbrechendes in der Aufarbeitung der Mathematikgeschichte und der Erforschung mathematischer Strukturen in der Dichtung geleistet hat. Die künstlerische Gestaltung mathematischer Sachverhalte, die bisher in der Forschung meist unberücksichtigt blieben, steht in keinem Widerspruch zum ästhetischen Anspruch des Textes. Die Fusion mathematischen und poetischen Denkens wird durch die Verbindung gruppentheoretischer mit autobiographischen Elementen, die Integration indianischer Erzähltradition und die Rückkehr zur höfisch-mittelalterlichen Roman- bzw. Gestentradition möglich, wobei der Zahl Vier eine Schlüsselfunktion zukommt.
Aus dem Inhalt: Entstehung der Zahlen und Erweiterung des Zahlenbegriffs - Wesen der Mathematik - Roubaud und Bourbaki - Oulipo (Ouvroir de littérature potentielle): contraintes und Textkonstruktion nach mathematischen Verfahren - Aanalyse der Erzählung La Princesse Hoppy ou le conte du Labrador mündliche Texte und Gedächtniskunst, literarische und mathematische Strukturen, Bedeutung und Symbolcharakter der Zahlen, die Schlüsselfunktion der Vier, Geschichte der Mathematik, die Bedeutung der Gruppenstruktur.