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Die Theologen-Bruderschaften in Griechenland

Ihr Wirken und ihre Funktion im Hinblick auf die Modernisierung und Säkularisierung der griechischen Gesellschaft

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Angelos Giannakopoulos

Der Autor untersucht anhand von kultur-ideologischen Konflikten im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts den kontroversenreichen Modernisierungs- und Säkularisierungsprozeß innerhalb der griechischen Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei religiös geprägten Bewegungen und ihrem immanenten «Modernisierungsbehinderungselement». Die analytische Betrachtungs- und Vorgehensweise ist durch hohe Interdisziplinarität gekennzeichnet, die unter anderem die fachübergreifenden Interessen des Autors widerspiegelt. Zur Bewältigung komplexer analytischer Forderungen werden hierbei Ansätze der Religions- wie der Gruppensoziologie, der Theologiegeschichte und der Pastoraltheologie, der Politologie und nicht zuletzt der Kulturforschung angewandt. Vor dem Hintergrund der bruchstückhaften Identitätsfindung der neugriechischen Gesellschaft stellt der Autor fest, daß die kulturellen Bedingungen und Auswirkungen, im weiten Sinne, die verschiedenen sektoralen Zusammenhänge letztendlich umgreifen und begründen.
Aus dem Inhalt: Die Modernisierungs- und Säkularisierungsproblematik: die griechische Gesellschaftsstruktur unter Berücksichtigung der kultur-ideologischen, soziopolitischen und ökonomischen Entwicklung des neugriechischen Staates - Die Hauptdeterminanten des «Kulturkampfes» in der griechischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts - Entstehung des Phänomens der «Theologen-Bruderschaften»: soziale Mobilisierung, Rationalisierung, politische Modernisierung - Inhaltliche Bestimmung des Ideologie-Charakters des soziopolitischen Ansatzes der neugriechischen Erweckungsbewegung - Der europäische Einigungsprozeß und die Stellung Griechenlands in einem geeinten Europa.