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Ländliche Tagelöhner im östlichen Paderborner Land

Eine mikroanalytische Studie über das Bauen und Wohnen zwischen 1830 und 1930

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Claudia Richartz-Sasse

Die ländlichen Tagelöhner waren in der Volkskunde und in benachbarten historischen Fächern bislang selten das zentrale Thema wissenschaftlicher Analysen. Diese Studie untersucht aufgrund von archivalischen Quellen den Alltag und die Wirtschaftskraft der Tagelöhner. Sie widmet sich insbesondere dem Bauen und Wohnen dieser sozial unterprivilegierten Bevölkerungsgruppe.
Zahlreiche kleine Häuser in den Dörfern des östlichen Paderborner Landes lassen zunächst keine Rückschlüsse auf ihre Bauherren zu. Um den sozialen Stand der Besitzer und die Historie der Häuser zu entschlüsseln, werden Quellen für den Zeitraum zwischen 1830 und 1930 ausgewertet. Es ist zu prüfen, ob eine bestimmte Hausform traditionell bevorzugt wurde und ob sich, bedingt durch die Reichssiedlungsgesetze, ein in Deutschland einheitlicher Bautypus durchsetzte.
Aus dem Inhalt: Tagelöhner und Landarbeiter – Stellung der Tagelöhner innerhalb der Gesellschaft – Definition der unterbäuerlichen Sozialgruppen – Alltag der Tagelöhner in einer westfälischen Region – Arbeitsbereiche und Verdienstmöglichkeiten – Beschreibung der Lebensumstände durch eine amtliche Untersuchung von 1894 – Haus- und Wohnformen der ländlichen Tagelöhner – Gesetzliche Bestimmungen zum Bauen und Wohnen – Neuansiedlungen und staatliche Förderungen – Mikroanalytische Studie – Verteilung der Tagelöhnerhäuser in Dörfer des östlichen Paderborner Landes – Neubauten zwischen dem 19. und frühen 20. Jahrhundert – Aufteilung der Wohnräume anhand von Plänen.