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Konvergenzen im Gesellschaftsrecht

Recht-Fertigung durch Status- und Befundsicherung

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Bettina Friedrich

Das Recht der GmbH ist eine klassische Domäne der Rechtsprechung. In den Bereichen Vor-GmbH, verschleierte Sacheinlage und GmbH-Konzernhaftung hat der zweite Senat des Bundesgerichtshofes Regelungskonzeptionen entwickelt, die in dieser Arbeit umfassend und sorgfältig unter Berücksichtigung der jeweiligen beteiligten Interessenlagen analysiert werden. Für eine zerklüftete, aber problemrepräsentative Rechtslandschaft schlägt die Arbeit allgemein brauchbare Änderungen der Wahrnehmung vor: In den untersuchten Problembereichen versteht die Rechtsprechung die Haftungsbeschränkung bei der GmbH als Freiheitsoption für privatautonomes Handeln, die nur unter Auflagen gewährt werden kann. Dem trägt die Rechtsprechung durch eine ausdifferenzierte Darlegungs- und Beweislastverteilung Rechnung, die in anderen Bereichen – beispielsweise in Produkt- oder Arzthaftungsrecht – bereits verläßlich erprobt ist.
Aus dem Inhalt: Vor-GmbH: Bedeutungswandel der Handelndenhaftung nach § 11 Abs. 2 GmbHG – Vorbelastungshaftung statt Vorbelastungsverbot – Fundamente der Haftungsverfassung seit 1981 – Verdeckte Sacheinlagen: Gesetzliche Konzeptionen zur Abgrenzung der «erlaubten» von «verbotenen» Finanzierungsmechanismen – Tatbestandskriterienbildung durch die Rechtsprechung – Heilungsmöglichkeiten – GmbH-Konzernrecht: Der qualifizierte faktische Konzern in der Rechtsprechung des 2. Senats – Darlegungs- und Beweislastregelung – Möglichkeiten der Haftungsvermeidung.