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Körper-Inszenierungen in Shakespeares Historien

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Stefani Brusberg-Kiermeier

Das elisabethanische Theater kann als Körper-Theater verstanden werden: Die Körper der Schauspieler wurden vorgeführt, wobei Männer auch die Frauenrollen spielten. In Shakespeares Königsdramen ist die Darstellung besonders aufwendig, denn Zeremonien und Kämpfe bestimmen das Geschehen. Die Machtkämpfe zwischen Herrschern und Untergebenen, zwischen Männern und Frauen finden über Körpereinsatz und Körperdisziplinierung statt. Shakespeare kontrastiert die Rolle des Körpers in der öffentlichen Welt mit der individuellen Körperwahrnehmung der Figuren. Subversive Gestalten, wie Falstaff oder Jean d'Arc, durchkreuzen die Machtpläne der Herrscher durch den Einsatz ihres Körpers. All diese Aspekte inszeniert Shakespeare bereits im Dramentext als Grundlage für ein Körperspektakel, das uns heute genauso fasziniert wie die Theaterbesucher damals.
Aus dem Inhalt: Shakespeares Königsdramen als Körperspektakel - Körper-Inszenierungen durch den Autor auf verschiedenen Ebenen des Textes - Kontrastierung öffentlicher Machtkämpfe mit innerer Körperwahrnehmung - Inszenierungen des Königskörpers - Selbst-Inszenierungen der Könige - Der Körper als Kampfmaschine - Inszenierungen des Frauenkörpers - Der weibliche Körper als dynastische Reproduktionsstätte - Inszenierungen des grotesken Körpers - Subversive Körper.