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Sparkassenwerbefilme im Nationalsozialismus

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Ralf Forster

Werbung und Propaganda bildeten im Nationalsozialismus ein enges Gefüge. Sparkassenwerbefilme dienten in dieser Zeit zuerst der Mobilisierung von Geldern für Aufrüstung und Krieg. Sie sollten aber auch moralische Botschaften vermitteln und besonders ab 1941 das Sparen als Lebensprinzip etablieren. In einer Mischung aus Glauben und Angst hat die Bevölkerung diesen Appellen entsprochen und damit ihre Spareinlagen dem Vernichtungskrieg geopfert.
Der Autor fächert, ausgehend von Kriegsanleihenfilmen im 1. Weltkrieg und Sparkassenfilmen der Weimarer Republik, ein breites Bild der Sparkassen- und Sparwerbung in der NS-Zeit auf. Im Vordergrund stehen die konkreten Filminhalte überlieferter Sparkassenwerbefilme, die in zeit-, kultur- und sozialgeschichtliche Kontexte gesetzt werden. Ein wirtschaftshistorischer Teil informiert über Wirkungsmechanismen und Hintergründe der Kriegsfinanzierung. Im Anhang erscheinen sämtliche überlieferten Filme des Untersuchungsfeldes mit Angaben zur Archivnutzung.
Aus dem Inhalt: Nationalsozialismus: «Geräuschlose Kriegsfinanzierung» mit Hilfe der Sparkassen - wirtschafts- und kulturhistorische Einordnung - Werbung mit dem Massenmedium Film - Inhalte der Sparkassenwerbefilme: Erziehung zum Sparen und Mobilisierung von Geldern für die Rüstung - Vollständige Zusammenstellung überlieferter Sparkassenfilme bis 1945.