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Symptomatik und Lebensqualität von Patienten mit supraventrikulären Tachykardien

Differentialdiagnostik, Krankheitsverhalten und Effekte der Hochfrequenzablation

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Peter Baumgartner

Anfallsartiges Herzrasen verknüpft mit Schwindel, thorakalen Beklemmungsgefühlen und Angst ist in der ambulanten Arztpraxis ein häufig geklagtes Beschwerdebild. Als Ursache für diese Symptome kommen Herzrhythmusstörungen in Betracht, insbesondere supraventrikuläre Tachykardien, ebenso wie Angststörungen und affektive Störungen. Die differentialdiagnostische Abklärung hat in der Vergangenheit Schwierigkeiten bereitet, doch invasive Untersuchungsverfahren erlauben heute eine zuverlässige kardiologische Diagnostik. Zudem steht mit der Hochfrequenzablation nun ein Verfahren zur Verfügung, durch das sich in vielen Fällen der Pathomechanismus beseitigen läßt, der für die Rhythmusstörungen verantwortlich ist. Die Arbeit untersucht differentialdiagnostische Fragen, psychosomatische Aspekte sowie die Effekte der Hochfrequenzablation an Patienten mit symptomatischen paroxysmalen supraventrikulären Tachykardien. Im Rahmen eines multimethodalen, kontrollierten Forschungsansatzes werden hierzu standardisierte klinische Interviews und Fragebogenverfahren eingesetzt. Die Beurteilung des Behandlungserfolgs stützt sich auf Methoden der Lebensqualitätsforschung.
Die Befunde belegen die Wirksamkeit der Hochfrequenzablation zur Verbesserung der eingeschränkten Lebensqualität bei Patienten mit supraventrikulären Tachykardien. Zudem konnten differentialdiagnostisch relevante klinische Charakteristika identifiziert werden, und es ergaben sich Hinweise zum Zusammenhang von Befund und Befinden. Konsequenzen für eine Optimierung des diagnostischen und therapeutischen Managements werden erörtert.