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Dauer im Wechsel?

Goethe und der Deutschunterricht

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Bodo Lecke

Goethe und der Deutschunterricht – das ist die Geschichte einer keineswegs selbstverständlichen, sondern höchst wechsel- und spannungsvollen Beziehung. Das Buch beschreibt die Bedeutung des «Olympiers» für die Pädagogik und Literaturdidaktik, insbesondere für den entstehenden deutschen Literaturunterricht, und begleitet kritisch die historische Entwicklung und die aktuellen Wandlungen des Goethe-Bildes von 1800 bis heute. Neben den unterschiedlichen ästhetischen, moralischen, pädagogischen oder politischen Wertungen tragen auch interkulturelle Ansätze und neue Medien zu Dauer, Präsenz und Wandel des Goethe-Bildes im Deutschunterricht bei.
Aus dem Inhalt: Bodo Lecke: Einleitung - Goethe unter den Deutschen: Rezeptionsästhetik / Pädagogik / Literaturdidaktik – Wolfgang Leppmann: Didaktik in Stehkragen und Blue Jeans - Goethe im Deutschunterricht – Walter Seifert: Bildungsidee und Literaturdidaktik bei Goethe – Joachim Schulze-Bergmann: Goethe im Lehrplan des Deutschunterrichts im 19. Jahrhundert - Zur Kanonisierung eines Klassikers – Klaus Behr: Goethe - ein guter Deutscher? Einige Gedanken zur schulischen Rezeption des Klassikers in der Weimarer Republik und im Dritten Reich im Anschluß an empirisch-statistische Befunde – Carsten Kretschmann: «Führer» oder «Lügner»? - Zum Goethebild im nationalsozialistischen Deutschunterricht – Klaus Lindemann: «Zitate und Geflügelte Worte aus diesem gigantischen Werk». Goethe im Abitur in und zwischen den Weltkriegen – Rudolf Denk: «Verteufelt existentiell»: Goethes «Iphigenie» in Methodikerhand oder Anmerkungen zur Behandlung eines Klassikers im Deutschunterricht der fünfziger und sechziger Jahre – Werner Ingendahl: Das Wahre, Schöne und Gute der Germanistik vor dem Hintergrundwissen der Lernenden – Georg Vitz: Von Faust, Gretchen und Co. oder von der Unauslöschlichkeit «klassischer» Klischees – Hilmar Grundmann: Klassische Texte als geeignete Medien zur Aufklärung und Reflexion über die moderne Arbeitswelt im Literaturunterricht – Detlef Gwosc: Sich dem Wahren des Lebens über das Dichterische nähern. Der programmatische Titel von Goethes Autobiographie «Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit» – Volker Frederking: Goethes «Faust I» - ein rezeptions-, motiv- und mediengeschichtliches Modell in produktiv-kreativer und identitätsorientierter Perspektive – Alois Wierlacher: Ent-Fremdete Fremde - Goethes «Iphigenie auf Tauris» als Drama des Völkerrechts – Lisa Böcker: «Und es gewöhnt sich nicht mein Geist hierher» - Reflexionen über Fremdheit. Goethes «Iphigenie auf Tauris» im Deutschunterricht als Chance zum Interkulturellen Lernen – Norbert Mecklenburg: «Iphigenie» und ihre türkische Verwandtschaft – Marion Marquardt: Zu einigen schul- und hochschuldidaktischen Aspekten des Goethebildes in Frankreich – Elin-Birgit Berndt: Goethe digital und multimedial oder Vom Nutzen der Klassik-CD-ROMs für den Deutschunterricht – Hartmut Jonas: Der multimediale «Werther».