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Kein Puppenheim

Genia Schwarzwald und die Emanzipation

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Renate Göllner

1940 starb in ihrem Züricher Exil eine der bedeutendsten und schillerndsten Gestalten der Wiener Jahrhundertwende. Genia Schwarzwald war Pädagogin und Schulgründerin, förderte wie kaum eine andere die höhere Mädchenbildung, rief Lehrer wie Oskar Kokoschka, Adolf Loos oder Arnold Schönberg an ihre Anstalt und verhalf gleich mehreren Generationen von meist jüdischen Schülerinnen zu Selbstbewußtsein und Unabhängigkeit. Die Emanzipation betrieb sie in zweifacher Weise: als Frau und als Jüdin. Die Widersprüche und Konflikte werden vor dem Hintergrund einer politischen und kulturellen Epoche sichtbar gemacht, die durch den Nationalsozialismus ein gewaltsames Ende fand.
Aus dem Inhalt: Erste Monographie der Pädagogin und Sozialreformerin Genia Schwarzwalds - Schule zwischen Jahrhundertwende und Austrofaschismus - Die «Judenschul» - Jüdische Frauen und Bildung - Arnold Schönberg, «Theorieprofessor» an der Schwarzwaldschule - Soziale Aktivitäten - Tod im Exil.