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Der Reichsgerichtsbau in Leipzig

Anspruch und Wirklichkeit einer Staatsarchitektur

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Thomas G. Dorsch

Zeitgleich zum Reichstagsgebäude (Paul Wallot) errichtete das Deutsche Reich mit dem Reichsgerichtsbau (Ludwig Hoffmann) 1888-1895 einen weiteren repräsentativen Staatsbau. Die Studie ist im Kern als ikonologische und rezeptionsästhetische Analyse entwickelt. Die Betrachtung wird auf den Parlamentsbau ebenso bezogen wie auf andere zeitgenössische sowie historische Bauwerke des In- und Auslandes. Die architektonische und figürliche Gestaltung wird nach Sinngehalten und deren Verständlichkeit in der Architektursprache des 19. Jahrhunderts befragt. So ist festzustellen, daß der Reichsgerichtsbau praktisch als Geschäftsarchitektur genutzt wurde, gleichwohl aber mit den Dimensionen eines hochwertigen Bedeutungsträgers bedacht war.
Aus dem Inhalt: Justiz und Öffentlichkeit im 19. Jahrhundert - Institution und Sitz des Reichsgerichts - Die Konkurrenz für ein «Reichsgerichtshaus» - Das Reichsgerichtsgebäude als Zweckbau und nationales Denkmal in der Architektur des 19. Jahrhunderts - Zur Rezeption des Reichsgerichtsbaus - Anspruch und Wirklichkeit einer Staatsarchitektur.