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Die unvergängliche Geschichtsdauer der Kirche in ihrer ekklesiologischen Entfaltung

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Reinhard Knittel

Im wesentlichen unzerstörbar und unveränderlich versteht sich die katholische Kirche in ihrer geschichtlichen Existenzweise. Diese kann also nie gänzlich und endgültig zu der sie unbedingt verpflichtenden Wesensvorgabe in der Offenbarung in Widerspruch treten, etwa durch äußere Zerstörung oder durch inneren Abfall. Wahre Geschichtlichkeit der Kirche und bleibende Wesensidentität verbinden sich im Begriff der indefektiblen Geschichtsdauer der Kirche. In einem breit angelegten, positiv-analytischen Teil werden zunächst die wesentlichen Linien der Genese und Entfaltung des Topos der indefektiblen Dauer der Kirche in der ekklesiologischen Tradition beschrieben und anhand vieler Belegquellen erläutert. In einem spekulativ-synthetischen Teil wird die indefektible Dauer als Wesenseigenschaft mit verschiedenen theologischen Erklärungsmodellen der Kirche in Zusammenhang gebracht und ihre heilssakramentale, christologische und pneumatologische Relevanz aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Erste Zeugnisse bei den Vätern – Unzerstörbarkeit der Kirche und zeitliche Universalität als Ort der indefektiblen Dauer – Geschichtsgestalt der Kirche im Widerspruch (Mittelalterliche Kirchenhäresien und Reformation) – Eine dogmatische und geschichtliche Sicht der Kirche im 19./20. Jahrhundert und das Thema der unvergänglichen Geschichtsdauer – Das II. Vatikanum und die nachkonziliare Rezeption und die indefektible Dauer der Kirche – Die unvergängliche Geschichtsdauer als Vermeidung des Extrems eines ekklesiologischen Essentialismus oder Existentialismus – Inkarnation und Verherrlichung Christi in Analogie zur indefektiblen Dauer der Kirche – Kirche als Heilssakrament und indefektible Dauer – Die indefektible Dauer als Frucht des Wirkens des Hl. Geistes in der Kirche.