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Divergentes Bewußtsein: Romanprosa an der Wende zum 19. Jahrhundert

Interpretationen zu Schlegels "Lucinde</I>, Brentanos "Godwi</I> und Jean Pauls "Leben Fibels</I>

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Cordula Braun

Prosa ist nicht das Selbstverständliche, sondern das Wesentliche des Romans; daher werden drei für die Wende zum 19. Jahrhundert repräsentative Romane als Romanprosa interpretiert ( Lucinde, Godwi, Leben Fibels). Schon die reflexive Prosa z.B. Hamanns, Hölderlins, Schlegels entwickelt sich weder linear, noch unterscheidet sie zwischen Poesie und Theorie. Ähnliches gilt für den Roman der Zeit. Jeder der Romane ist ein individuelles Prosaexperiment. Die Suche der Romanprosa nach ihrer Identität zeigt sich in der Auseinandersetzung mit traditionellen, kohärenten Darstellungsweisen, in der Diversität der Prosamodi und in bis ins einzelne reichenden Sprachirritationen. Detailuntersuchungen weisen nach, daß es ihr so gelingt, das divergente Bewußtsein des 19. Jahrhunderts zu artikulieren.
Aus dem Inhalt: Situation reflexiver Prosa - Schwierigkeit eines Prosabegriffs - Situation des Romans in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - Friedrich Schlegels Lucinde: Prosa der Liebe - Clemens Brentanos Godwi: Prosa der Welt - Jean Pauls Leben Fibels: Prosa der satirischen Universalität.