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Kāmākhyā – Satī – Mahāmāyā

Konzeptionen der Großen Göttin im Kālikāpurāṇa

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Sylvia Stapelfeldt

Das Kālikāpurāṇa ist eng verbunden mit dem Pilgerzentrum der Göttin Kāmākhyā im heutigen Assam. Unter Berücksichtigung der politischen und religiösen Verhältnisse des mittelalterlichen Kāmarūpa wird untersucht, auf welche Weise der Text den Kultort und seine lokale Göttin in die Große Tradition des Hinduismus einbindet. Dabei wird auf die Vorstellung von einer höchsten weiblichen Gottheit (Mahāmāyā) zurückgegriffen. Sie manifestiert sich im purāṇischen Mythenteil als Satī und im tantrischen Kultteil des Textes als Liebesgöttin Kāmākhyā. Māyā und kāma verknüpfen diese gegensätzlichen Konzepte. Eine Betrachtung der viṣṇuitischen Elemente im Text zeigt, daß das Kālikāpurāṇa keinen reinen, sondern einen viṣṇuitischen Śāktismus repräsentiert – eine Variante des Hinduismus im mittelalterlichen Assam.
Aus dem Inhalt: Kāmākhyā als lokale Göttin Kāmarūpas und ihre Beziehungen zu tantrischen Traditionen – Der Satī-Mythos des Kālikāpurāṇa – Viṣṇu und Śiva im Kālikāpurāṇa – Kāma, māyā und Mahāmāyā.