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Die Vihuela de mano im Spanien des 16. Jahrhunderts

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Oliver Schöner

Während in den meisten Ländern Europas im 16. Jahrhundert die Laute das bevorzugte Zupfinstrument war, spielte auf der Iberischen Halbinsel ein andres Instrument eine Schlüsselrolle im Prozeß der Emanzipation der Instrumentalmusik: die Vihuela de mano. Aufgrund ihres geringen Preises war sie in Spanien das populärste aller Musikinstrumente. In einem Zeitraum von vierzig Jahren wurden sieben Vihuelatabulaturen gedruckt, und in einigen Städten Spaniens und Portugals existierte eine regelrechte Industrie für Instrumente und Saiten. Dabei ist die erhaltene Musik noch in hohem Maße von Vokalmusik abhängig. Ein Vergleich einiger Intavolierungen mit ihren vokalen Vorbildern zeigt, wie die Vihuelisten sich die Musik ihrer Zeit aneigneten und sie für ihr Instrument zugleich verwandelten.
Aus dem Inhalt: Die Quellenlage - Das Repertoire - Die Vihuela außerhalb Spaniens - Die Vihuelisten - Das Verhältnis zu Gitarre und Laute - Die Verbreitung der Drucke - Instrumentenbau und Saitenherstellung - Die Intavolierungen - Die Akzidentiensetzung.