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«Je weniger Afrika, desto besser». Die deutsche Kolonialkritik am Ende des 19. Jahrhunderts

Eine Untersuchung zur kolonialen Haltung von Linksliberalismus und Sozialdemokratie

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Maria-Theresia Schwarz

Kolonialkritik war eng mit Innenpolitik verknüpft. Daher beschäftigt sich diese Untersuchung mit den Funktionsträgern der Politik, den Reichstagsabgeordneten. Nach einem Überblick über die deutsche Kolonialpolitik und das antikoloniale Denken bis 1870 folgen drei parteibezogene Kapitel, in denen chronologisch Motive und Abstimmungsverhalten der linksliberalen und sozialdemokratischen Kolonialkritiker diskutiert werden. In einer Zusammenschau wird deutlich, warum Kolonien abgelehnt wurden. Anliegen dieser Studie ist es herauszuarbeiten, daß es keinen monolithischen Block von Kolonialgegnern gegeben hat. Das Verhalten gegenüber den Schutzgebieten war flexibel und ist nicht auf bloße Verweigerung zu reduzieren.
Aus dem Inhalt: Deutsche Kolonialkritik unter Bismarck, Caprivi und Hohenlohe - Linksliberalismus, süddeutsche Demokratie und Sozialdemokratie im Vergleich.