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«50 Jahre danach»

Psychisches Trauma aus der Zeit des deutschen Nationalsozialismus und dessen Folgen am Beispiel nordostdeutscher Frauen der damaligen Zivilbevölkerung

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Elisabeth Nicol

Wie konnte man nach dem Ende des Nationalsozialismus mit einem unfaßlichen Teil der eigenen/kollektiven Biographie umgehen, um rasch seelisches Gleichgewicht und Lebenssinn wiederherzustellen? Wie konnte man hohe Anpassungs- und Leistungsfähigkeit, ja Supernormalität erreichen, über Jahrzehnte garantieren, und um welchen Preis? Anhand von neun über die Lebensspanne hinweg untersuchten Biographien wird hier gezeigt, daß der Alternsprozeß möglicher Wendepunkt in der Verarbeitung schwerer Traumatisierungen sein kann. Die Ergebnisse reichen vom chronischen Nicht-fertig-werden-können mit dem Trauma über den Zusammenbruch im Alter bis zur Befreiung.
Als zentrale Frage erweist sich die menschliche Fähigkeit des Wahrhaben-könnens des entsetzlichsten und darum wirkungsvollsten Teils erlebter Wirklichkeit.
Aus dem Inhalt: Traumapsychologische Untersuchung - Prätraumatische Weichenstellungen - Das Traumatisierende am Nationalsozialismus - Umgang mit Schuld - Trauma-Ereignisse/Grenzerfahrungen - Dissoziation/Umgang mit doppelter Wirklichkeit - Trauma und Beziehungen - Trauma und Altern - Das Wahrhaben-können von Wirklichkeit.