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Tragoediae

Die lateinischen Tragödien von Pierre Mousson S. J.

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Rudolf Rieks

Die Herausgabe der lateinischen Tragödien des Jesuitendramatikers Pierre Mousson (1559-1637) ist ein exemplarischer Beitrag zur interdisziplinären Wiederentdeckung des heute weithin unbekannten geistigen Kontinents der «Europa Latina». In jener Epoche von 1450 bis 1750 hat nach dem Ende des Mittelalters eine durch Humanismus und Renaissance glanzvoll erneuerte Latinität die Geisteskultur Europas in allen Wissenschaften und im Bildungssystem beherrscht, in der hohen Literatur wie in der Dichtung entscheidend mitgeprägt. Durch seine mit größtem Erfolg aufgeführten Historiendramen Pompeius Magnus, Croesus Liberatus, Cyrus Punitus und Darius Proditus, die den Untergang mächtiger Herrscher zeigen, wurde der Rhetorikprofessor am Jesuitencolleg von La Flèche zum Wegbereiter der französischen Klassik.
Aus dem Inhalt: Die Einführung: Lateinisches Jesuitentheater in Frankreich – Prinzipien der dokumentarischen Textedition – Hintergrund der französischen Zeitgeschichte (Reformation, Glaubenskriege, Wirken der Jesuiten) – Leben und Werk von Mousson – Problematik und Struktur der Tragödien – Bezüge der Intertextualität – Theater zwischen Renaissance und Barock – Die Texte.