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Familienkonflikte zwischen Scharia und Bürgerlichem Recht

Konfliktlösungsmodell im Vorfeld der Justiz am Beispiel Österreichs

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Martina Schmied

Mittels einer Feldstudie im Raum Wien konnte in dieser Arbeit erstmals nachgewiesen werden, daß muslimische Immigranten sich bei der Beilegung ihrer ehe- und familienrechtlichen Probleme - trotz veränderter Lebensumstände - des traditionellen Konfliktlösungsmodells bedienen und deshalb nur sehr selten vor einem österreichischen Gericht erscheinen. Neben diesen Ausführungen beinhaltet die Arbeit Überblickskapitel zur Geschichte des Islam, zur familiären und rechtlichen Situation der Muslime in Östereich und zum islamischen Familien- und Erbrecht. Breiten Raum nimmt die Darstellung jener Entscheidungen der Höchstgerichte ein, bei denen auf Grund der Verweisungsnormen des Gesetzes über das internationale Privatrecht islamisches Recht anzuwenden war. In diesem Zusammenhang wird besonders auf das Rechtsinstitut des «ordre public» eingegangen.
Aus dem Inhalt: Allgemeiner Abriß zur Geschichte des Islam - Einwanderungsgeschichte und Rechtsstellung der Muslime in Österreich - Theoretischer Teil: Darstellung des islamischen Ehe-, Familien- und Erbrechts und Umgang der Höchstgerichte mit dieser Rechtsmaterie - Praktischer Teil: Darlegung des islamischen Konfliktlösungsmodells bei Ehestreitigkeiten und Ergebnisse einer Feldstudie in Wien, die aufzeigen konnte, daß dieses auch im Gastland seine Anwendung findet.