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Wettbewerb auf dem Schienennetz

Eine ökonomische Analyse des niederländischen Eisenbahnsystems zwischen 1890 und 1916

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Frank Becher

Die Eisenbahnpolitik war in der Vergangenheit von staatlichen Regulierungen und Monopolen geprägt. Erst seit einigen Jahren setzt sich der Wettbewerbsgedanke im Schienenverkehr durch. Es bleibt aber festzustellen, ob Wettbewerb auf dem Schienennetz zu ökonomisch effizienteren Ergebnissen führt. In diesem Zusammenhang wird in dieser Arbeit eine empirische Analyse des niederländischen Eisenbahnsystems zwischen 1890 und 1916 durchgeführt. Dieses zeichnete sich durch verordneten Wettbewerb zweier Gesellschaften auf einem Schienennetz aus. Anhand des zusammengestellten Datenmaterials wird analysiert, ob die Eigenschaften eines natürlichen Monopols im Eisenbahnbetrieb vorlagen. Daneben wird unter anderem die Frage beleuchtet, ob bereits potentieller Wettbewerb zu einer Disziplinierung des Monopolisten führte. Insgesamt zeigen sich unterschiedliche Ergebnisse für den Personen- und Güterverkehr.
Aus dem Inhalt: Historische Einordnug und Analyse des niederländischen Eisenbahnsystems von 1890 bis 1916 - Theoretische Grundlagen der Analyse - Natürliches Monopol - Theorie der contestable markets - Beförderungstarife - Kostenfunktionen - «Economies of density» - Auslastung der Züge bei tatsächlichem und potentiellem Wettbewerb - Verkehrsdichte - Marktanteile - Qualität und Verkehrssicherheit - Auswirkungen der staatlichen Gewinnbeteiligung im Sinne des Averch-Johnson-Modells.