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Mörderische Poesie

Nero und Caligula- Intertextuelle Beziehungen zwischen dem Roman von Dezsö Kosztolányi und dem Drama von Albert Camus

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Gabriella Hima

Kosztolányis Nero und Camus’ Caligula sind Varianten des paradigmatischen Invarianten aller absurden Figuren, Sisyphos. Unbeschränktes Freiheitsbewußtsein und seine Folgen bilden die Handlung. Kosztolányis Roman (1921) und Camus’ Drama (1938) sind nicht nur durch Themenwahl miteinander verbunden: Quer durch das Konvolut ihrer biographischen und kunstliterarischen Texte werden Topoi und Symbole selektiert, die den Produktionsverlauf beider Autoren zwischen ihren außerliterarischen und literarischen Aussagen sichtbar machen. Interpretationsziel ist: die teilweise außerliterarischen Konsequenzen zu kontrollieren und jene Stellen beider Texte zu markieren, an denen sich Äquivalenzverhältnisse konstituieren, die außer textuellen Entsprechungen über die Repräsentation kulturellen Alltagswissens und historisch entstandenen Sinns hinausreichen.
Aus dem Inhalt: Rom-Kult und Weltuntergang – Archäologie und Fiktion – Diskurs des Existentialismus – Diskurs des Absurden – Sackgasse der Macht – Recht und Gesetz – Amoklauf der Ambition – Dichtung und Politik – Vertauschbarkeit der Wahrheiten – Sirenengesang der Kunst – Blutige Dichtung – Intertextuelle Entsprechungen zwischen Kosztolányi und Camus.