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Ökotoxikologie und Prozeduralisierung des Risikobegriffs

Zur Effektivierung des Schutzes von Naturhaushalt und Umwelt vor stoffspezifischen Gefahrenpotentialen durch Prozeduralisierung in Form von Umwelt-Monitoring

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Claudia Albrecht-Sautter

Die Arbeit versucht ausgehend vom Chemikaliengesetz eine Konkretisierung der umweltrechtlichen Schutzgüter „Naturhaushalt“ und „Umwelt“ mit Hilfe der Ökologie. Dem folgt ein Plädoyer für die Akzeptanz der eingeschränkten Konkretisierbarkeit dieser Rechtsbegriffe, verbunden mit der Forderung nach Ausgleich dieser Unzulänglichkeit durch Einbau spezifischer Prozeduralisierungsmechanismen in das chemikalienrechtliche Verwaltungsverfahren. Die mangelnde Effektivität der gegenwärtig vorhandenen verfahrensrechtlichen Instrumente zur Minderung stoffspezifischer Umweltrisiken wird konstatiert. Dies erfordert ein neues Risikorecht.
Naturwissenschaftliche Grundlagen der für das Gefahrstoffrecht einschlägigen Prozeduralisierungsform eines Umweltmonitoring-Systems werden dargestellt und denkbare Strukturen einer Institutionalisierung dieses Systems im Chemikaliengesetz aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Der Schutz von „Naturhaushalt“ und „Umwelt“ im Umweltrecht, dargestellt am Beispiel des Chemikaliengesetzes – Effektivität der Gefahrenabwehr und Risikovorsorge in Bezug auf Naturhaushalt und Umwelt im Chemikaliengesetz – Entscheidungsorientiertes Umweltmonitoring als Möglichkeit administrativer Risikosteuerung in Form der Nachmarktkontrolle potentieller Schadstoffe.