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Schulautonomie und -selbstverwaltung am Beispiel der Waldorfschulen in Europa

Konzept, Handlungsspielräume und Rahmenbedingungen

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Annette Robert

Die postmoderne Gesellschaft zeichnet sich durch die Forderung nach der Loslösung aus staatlicher Bevormundung und wirtschaftspolitischen Zwängen sowie dem Wunsch nach größerer Freiheit aus. Der Fremdbestimmung durch den Staat wird die Selbstbestimmung des einzelnen Individuums entgegengesetzt. Im Bildungsbereich äußert sich dieses Phänomen in der Suche nach korrespondierenden Organisationsformen auf der Ebene der Schule, die den Initiativkräften des einzelnen besser gerecht werden. Diese Studie arbeitet die verschiedenen Theorieansätze von Schulautonomie auf, um ihnen die Besonderheit der Konzeptionen Rudolf Steiners und des darauf aufbauenden Modells der Waldorfschule gegenüberzustellen, in der das Selbstverwaltungsprinzip zum konstituierenden Element von Autonomie wird. Mittelpunkt der weiteren Betrachtung ist die Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der finanziellen Förderpraxis, die in drei unterschiedlichen Bildungssystemen in Europa den «freien» Schulen gewährt werden. Der letzte Teil des Buches analysiert, inwieweit die unterschiedlichen nationalen Handlungsspielräume durch den Prozeß der europäischen Gemeinschaftsbildung verändert und möglicherweise eingeengt werden.
Aus dem Inhalt: Phänomenologisch-definitorische Annäherung des Autonomiebegriffes der Institution Schule und ihrer Selbstorganisation - Autonomie- und Selbstverwaltungskonzept der Waldorfpädagogik - Die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Autonomie der Schule in den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland - Die europäische Bildungspolitik und ihre Bedeutung für die Autonomie und Selbstverwaltung der freien Schulen.