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Die Quellen des Kirchenrechts

Eine geschichtliche Einführung

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Peter Erdö

Die Geschichte der Quellen des Kirchenrechts wird in den Fakultäten für kanonisches Recht im allgemeinen als selbständige Materie unterrichtet. Die vorliegende Darstellung ist als Geschichte der Quellen des kanonischen Rechts konzipiert. Das Werk ist die Übersetzung eines ungarischen Lehrbuchs von Péter Erdö, das im Kanonistischen Institut der Katholischen Péter-Pázmány-Universität zu Budapest im Unterricht dieser Materie verwendet wird und auf Vorlesungen des Verfassers zurückgeht, die an der Pontificia Università Gregoriana in Rom gehalten wurden. Die Rechtsnormen der Kirche können nicht willkürlich abgeschafft und neu gestaltet werden, sondern immer in Harmonie mit der apostolischen Tradition. Die Sorge um diese Harmonie ist also der eigentliche Grund dafür, daß man die Geschichte der Quellen innerhalb der Disziplin des Kirchenrechts als heiliger Wissenschaft, als Wissenschaft mit theologischer Tragweite studieren und erforschen muß. Aber auch Historiker und besonders Rechtshistoriker können die kirchlichen Gesetzestexte der verschiedenen Epochen im Zusammenhang ihrer Verbindung zur christlichen Theologie und Tradition besser verstehen. Die kanonischen Normen kann man nur mit Berücksichtigung des Glaubens und der normativen Tradition richtig interpretieren.
Aus dem Inhalt: Das Werk behandelt die Zeit des alten Rechts (ius antiquum) (bis 1140) sowie die Zeitalter des klassischen Kirchenrechts (1140–1563), des tridentinischen Kirchenrechts (1563–1917) und der Kodifikationen (seit 1917).