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Burnout

Eine Folge konkreter Arbeitsbedingungen bei Dienstleistungs- und Produktionstätigkeiten

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Eva Demerouti

An einer Stichprobe aus Beschäftigten des Dienstleistungsbereichs, der klassischen Produktion und eines Bereiches mit Überwachungs- und Steuerungstätigkeiten wurde anhand des berufsübergreifenden Oldenburger Burnout Inventars das Vorkommen von Burnout in allen drei Bereichen bestätigt. Vergleichbare subjektiv perzipierte und objektiv eingeschätzte Arbeitsbedingungen konnten die Burnoutwerte als Merkmale der Person und des Arbeitsplatzes zutreffend vorhersagen. Arbeitsbedingungen, die als fehlende motivationale Anreize zusammengefaßt werden können, zeigten Relevanz für hohe Ausprägungen der Burnoutdimension Distanzierung von der Arbeit, während negative Arbeitsanforderungen mit der Entstehung von Erschöpfung in Verbindung standen. Die Befunde sprechen für eine berufsübergreifende zwei-faktorielle Struktur des Burnouts und für die unmittelbare Relevanz konkreter Konstellationen von Arbeitsbedingungen für jede der Burnoutdimensionen.
Aus dem Inhalt: Berufsübergreifende Konzeptualisierung von Burnout - Oldenburger Burnout Inventar (OLBI) - Burnout als arbeitsplatz- und personenbezogenes Merkmal - Vorhersage von Burnout durch konkrete Arbeitsbedingungen - Arbeitsanforderungen und fehlende motivationale Anreize - Dienstleistungs-, Produktions-, Überwachungs- und Steuerungstätigkeiten.