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Die Amor-Motive: ihre Rezeption, Gestaltung und Funktion in der französischen Renaissancelyrik

Eine motivische Untersuchung aus der Perspektive der Diskursanalyse

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Solveig Malatrait

In der französischen Renaissance beherrscht der vielgestaltige Amor neben der Emblematik auch die Liebeslyrik. Diese Studie zu den Amor-Motiven zielt mit ihrer Kombination aus motivischer Untersuchung und Diskursanalyse auf eine umfassende Darstellung, die über die Vorstellung der wichtigen Motive und ihre interpretatorische Erschließung hinausgeht: In diachroner Blickrichtung werden die Tradition und die Rezeption analysiert, wobei der Hauptakzent auf der Herausarbeitung der neuen Variationen und ihrer Funktionen liegt. In synchroner Perspektive untersucht die Arbeit das komplexe System der erotischen Diskurse der Renaissance, deren intertextuelle Bezüge, Konkurrenz, Abgrenzung und gegenseitige Beeinflussung sichtbar werden. So entsteht ein Bild der Lyrik dieser Zeit, das nicht nur die Rolle des Petrarkismus neu definiert, sondern auch die weniger beachteten Formen des Redens über die Liebe würdigt.
Aus dem Inhalt: Die Amour seigneur-Motive: Entwicklung und Diskurssystem der Renaissance; hedonistischer und petrarkistischer Diskurs - Amour aveugle: die Integration eines mittelalterlichen Motivs Amour oiseau - Die Amour enfant-Motive: hellenistische Geschichten über Eros und der hellenistische Diskurs der Renaissance - Die neuplatonischen Amour créateur-Motive und der neuplatonische Diskurs - Index und résumé en français.