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Julius Smend

Der evangelische Gottesdienst als lockende Macht- Liturgische Untersuchung über einen Hauptvertreter der Älteren Liturgischen Bewegung

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Rüdiger Siemoneit

Die Ältere Liturgische Bewegung (ab etwa 1895) mit F. Spitta und J. Smend an der Spitze bemühte sich, dem evangelischen Gottesdienst neue Attraktivität zu verleihen, indem das zeitgenössische historische Interesse liturgisch mit dem Geist der liberalen Theologie verbunden wurde. Durch Analysen der Werke Smends wird gezeigt, wie das Dialoggeschehen zwischen Gott und Gemeinde liturgisch entfaltet und zum Erweis des evangelischen Gottesdienstes als «größter sozialer Macht» auszubauen versucht wird.
Die Interpretation erfolgt unter Fragestellungen moderner Liturgiewissenschaft. Daraus ergeben sich Einsichten, die zum tieferen Verständnis und zu einer Optimierung heutigen gottesdienstlichen Handelns im evangelischen Bereich führen könnten, jenseits der Implikate einer liberalen Theologie.
Aus dem Inhalt: Annäherung an das Lebenswerk Julius Smends - Julius Smend: Biographisches, Daten, Hintergründe, Anregungen, Traditionen - J. Smend: Liturgische Absichten - J. Smend: Liturgisches Handeln - Gottesdienstanalyse - Liturgik im Spannungsfeld zwischen kirchlich-kulturellen Idealen und faktischen soziokulturellen Gegebenheiten - Smend, die Kritik aus der Perspektive der dialektischen Theologie und die römische Messe - Das liturgische Handeln und die «göttlichen Atmosphären».