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Das Leid im Werk Alfred Döblins

Eine Analyse der späten Romane in Beziehung zum Gesamtwerk

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Friedrich Wambsganz

Das Thema Leid zeigt sich in den späten Romanen Alfred Döblins zunächst im Schmerz der kriegsversehrten passiven Helden und in deren Psychosen. Im Inneren der Hauptfiguren Dr. Friedrich Becker und Edward Allison spielen sich während ihrer Traumen und Wahnvorstellungen ethische Bewußtwerdungs- und Wandlungsprozesse ab, die zum Widerstand gegen die traditionellen Wert- und Ordnungsvorstellungen der Gesellschaft führen. Dabei wird die Kriegsschuldfrage thematisiert sowie die Problematik von Pazifismus und helfender Gewalt unter Heranziehung modernster sprachlicher Kunstmittel erörtert. Leid erweist sich als ein Hauptthema des Autors von den psychologisch durchdachten Krankheitsdarstellungen der frühen Erzählungen und Romane bis hin zu den gesellschaftskritischen Romanen der weiteren Schaffensperioden.
Aus dem Inhalt: Analyse der Romane November 1918 (Enstehungszeit 1937-1943) und Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende (Entstehungszeit 1945-1946; mit neuem Schluß 1956) - Exkurse über die Romane Berlin Alexanderplatz und Manas - Betrachtung des Gesamtwerks.