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Das Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers beim Betriebsübergang in Deutschland und Österreich

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Stefan Freuding

Die Arbeit untersucht rechtsvergleichend das Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers beim Betriebsübergang in Deutschland und Österreich. Nach einer Darstellung der europarechtlichen Vorgaben und der auf Richterrecht beruhenden deutschen Rechtslage befaßt sich der dritte und umfangreichste Teil der Arbeit mit der seit 1993 bestehenden gesetzlichen Regelung des Betriebsübergangs in Österreich, die ein Widerspruchsrecht als Element eines komplizierten abgestuften Systems normiert. Während der Arbeitnehmer in Deutschland ohne sachlichen Grund dem automatischen Übergang seines Arbeitsverhältnisses mit der Rechtsfolge widersprechen kann, daß sein Arbeitsverhältnis zum Betriebsveräußerer bestehen bleibt, hat der österreichische Arbeitnehmer ein entsprechendes Recht nur in zwei tatbestandlich eng begrenzten Fällen. Daneben besteht nur ein privilegiertes Sonderkündigungsrecht bei drohender Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Die Bedeutung der österreichischen Regelung erschließt sich erst durch das Verständnis der Besonderheiten des österreichischen Arbeitsrechts, die deshalb zu Beginn des dritten Teils dargestellt werden.
Aus dem Inhalt: Europarechtliche Vorgaben für das Widerspruchsrecht - Das Widerspruchsrecht in Deutschland - Grundlagen des österreichischen Arbeitsrechts - Das Recht des Betriebsübergangs in Österreich - Widerspruchsrecht und privilegiertes Sonderkündigungsrecht nach dem AVRAG - Rechtsprechung und aktuelle Diskussion in Österreich.