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Stabilitätstransfer durch die NATO am Beispiel Polens

Souveräner Staat und internationale Organisation als Akteure und Sicherheitsproduzenten im internationalen System

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Christoph Ulrich Vogel

Ziel der Monographie ist die Beantwortung der Frage, ob ein Stabilitätstransfer durch die NATO nach Osten möglich und durchführbar ist. Dazu wird Polen als Fallbeispiel herausgegriffen. Die zentrale Hypothese lautet: Die Möglichkeit eines Transfers von Stabilität besteht genau dann, wenn adäquate und erfolgreiche Transformation stattgefunden hat. In der Analyse werden primär politikwissenschaftliche Methoden angewandt, die auf vor Ort recherchierte Informationen zurückgreifen. Die Ergebnisse bejahen zwar die eingangs gestellte Frage, warnen jedoch vor Euphorie und fordern Differenzierungen. So ist z.B. ein Modellcharakter des polnischen NATO-Beitritts zu negieren, Integrationsprobleme mit dem Beitritt keineswegs gelöst. Die souveränen Staaten bleiben die entscheidenden Akteure im internationalen System. Allianzen bleiben unverzichtbares Element nationaler Rückversicherungsbestrebungen.
Aus dem Inhalt: Zehn Hypothesen zum Stabilitätstransfer - Der Umgestaltungsprozeß der NATO: neue Stabilität durch interne Transformation - Stabilitätstransfer durch externe Anpassung - Polen im Umbruch: Systemare Grundbedingungen - Zivile Kontrolle des Militärs und dessen Strukturreformen - Elemente politischer Kultur - Außenpolitik - Annäherungen Polens und der Allianz: «Schlüsselereignisse» und Kontinuitäten.