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Der Aufstieg Württembergs und Hessens zur Kurwürde 1692-1803

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Ludolf Pelizaeus

Als 1803 das Heilige Römische Reich kurz vor dem Ende stand, wurden in die Gruppe der den Kaiser wählenden Kurfürsten vier neue Mitglieder aufgenommen. Doch nur bei Württemberg und Hessen-Kassel war ihre Erhebung die Frucht eines seit 1692 dauernden Prozesses. Einzig sie hatten sich – unter Ausnutzung des Gegensatzes Habsburg-Frankreich und ab 1756 Preußen-Kaiser – kontinuierlich um diese Würde bemüht. Stets blieb für die Großmächte das Kurstreben Vehikel für eine Intervention. So zeigt die Untersuchung nicht nur den konkreten Ablauf der Kurbemühungen, sondern auch das internationale Interesse bei der Unterstützung oder Verhinderung der Kurwünsche. Zudem wird der diplomatische Apparat in beiden hessischen Territorien und in Württemberg analysiert, um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum 1807 Kurhessen unterging, Württemberg und Hessen-Darmstadt jedoch zu königlichen Ehren aufstiegen.
Aus dem Inhalt: Gründe für das Kurstreben – Territoriale und administrative Voraussetzungen – Staatsrechtsliteratur – Fürsten, Gesandte und Minister – Kurverhandlungen Württembergs von der Sturmfahne 1692 bis zur Kurerhebung – Der aufhaltsame Aufstieg Hessen-Kassels seit 1707 – Hessen-Darmstadt: vom kleinen Bruder zum mächtigeren Nachbarn.