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Lebensführung

Annäherungen an einen ethischen Grundbegriff

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Thomas Laubach

Die Grundfrage der Studie lautet: Wie kann das Problem der konkreten Gestaltung des individuellen Lebens einen angemessenen Ort innerhalb der ethischen Reflexion zugewiesen bekommen? In der Beantwortung dieser Frage wird die Lebensführung als Bestandteil der ethischen Reflexion etabliert und als anthropologisch-praktischer Grundbegriff entschlüsselt. Lebensführung steht somit für den Versuch eines Ethikkonzepts, das Alltagserfahrung und Reflexion vernetzt. Den theologisch-ethischen Stellenwert der Lebensführung verdeutlicht die Studie, indem sie in systematischer Absicht ihren Sinnkontext klärt, institutionstheoretisch den religiös-kirchlichen Zugriff auf die Lebensführung (Katechese) bearbeitet und wissenschaftstheoretisch das explizit theologische Konzept T. Rendtorffs sowie die impliziten religiösen Gehalte der Entwürfe von F.J. Varela und H. Krämer analysiert.
Aus dem Inhalt: Die anthropologisch-ethische Ausgangssituation - Das alltägliche Leben als Desiderat der Ethik - Der Begriff der Führung des Lebens (Max Weber, Gerd-Günter Voß) - Die Veränderungen des alltäglichen Lebens - Der gegenwärtige Status der Lebensführung - Die systematisch verortete Ethizität der Lebensführung - Die Lebensführung als Thema der Ethik (Francisco J. Varela; Trutz Rendtorff; Hans Krämer) - Auf dem Weg zu einer pragmatischen Ethik der Lebensführung.