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Die Rolle und Funktionsweise der Europäischen Kommission in der Ära Delors

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Dietrich Rometsch

Die Europäische Kommission ist eine der zentralen Institutionen der Europäischen Union. In der Ära Delors hat sie in besonderer Weise den europäischen Integrationsprozeß geprägt. In diesem Buch wird die Rolle und Funktionsweise der Europäischen Kommission von 1985 bis 1992 anhand eines institutionentheoretischen Modells untersucht. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Leitideen der Kommission, die von ihr ausgehenden Ordnungs- und Orientierungsleistungen sowie der Einfluß von Ideen und Kontext. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, daß die Kommission zunächst der politische Motor der europäischen Integration war, ihre Rolle im Laufe der 1990er Jahre aber immer mehr einbüßte. Die Kommission entwickelte sich zunehmend zu einem Sekretariat in einem intergouvernemental bestimmten Europa. Die Delors-Kommission wurde Opfer ihres eigenen Erfolgs: In Brüssel entstand ein mächtiger und intransparenter Verwaltungsapparat, der bei den mitgliedstaatlichen Regierungen und in der Bevölkerung zunehmend auf Ablehnung stieß.
Aus dem Inhalt: Die Europäische Kommission als Objekt der Theorie politischer Institutionen - Leitbilder für die Europäische Kommission - Die Kommission unter Jacques Delors: politischer Motor im europäischen Integrationsprozeß - Die erste Präsidentschaft (Januar 1985 - Januar 1989) - Die zweite Präsidentschaft (Januar 1989 - Dezember 1992) - Zum Verwaltungsapparat der Delors-Kommission: effiziente Verwaltung oder dysfunktionale Bürokratie?