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Identitätssuche in Rose Ausländers Spätlyrik

Rezeptionsvarianten zur Post-Schoah-Lyrik

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Jutta Kristensson

Rose Ausländers moderne Lyrik kreist nach den Erfahrungen der Schoah um die deutsch-jüdische Identitätssuche. Mit sozial-psychologischer Blickrichtung werden in den bildhaft-lakonischen Gedichten die Herkunftsidentität, die Identität während der Verfolgung und die Zukunftsidentität entschlüsselt. Dabei treten Einflüsse unterschiedlichster Bereiche zutage: Antike und biblische Figuren, jüdische Feste und Alltag, romantische und expressionistische Literaturströmungen verwebt Rose Ausländer unter anderem, um ein facettenreiches und an weiblicher Utopie orientiertes Selbstbild zu entwerfen. In didaktischen Überlegungen, orientiert an Adorno und Abram, wird die Auseinandersetzung mit diesem Werk der Post-Schoah-Lyrik als notwendig erachtet und als nicht immer konfliktfrei dargestellt.
Aus dem Inhalt: Identitätsentwicklung nach Erikson – Stigmatisierung – Betrachtungen einer Erziehung nach Auschwitz – Deutsch-jüdische Herkunftsidentität in der Bukowina – Darstellungsversuche des Verfolgers – Selbstbehauptung durch Utopie.