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Aktive Spiegelungen

Die Konstituierung des Subjekts im Werk Virginia Woolfs

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Gunilla Neukirchen

«Who am I?» In Virginia Woolfs gesamtem Werk stellen die Figuren die Frage nach dem Subjekt, auf die es für sie in der unüberschaubar gewordenen Welt der Moderne keine einheitliche Antwort mehr geben kann. Vielmehr leben sie im Spannungsfeld ständiger Auseinandersetzungen mit den disparaten Diskursen der sie umgebenden Lebenswelt. Auf der Grundlage der theoretischen Schriften M. M. Bachtins zum dialogischen Subjekt wird in der Studie das Bild einer aktiven Spiegelung zur Leitmetapher der Interpretation erhoben, um Darstellung und Funktion dieses Prozesses genauer bestimmen zu können. Es wird deutlich, daß in Virginia Woolfs Denken den Figuren ein Bewußtsein ihrer selbst und damit ein erfülltes Leben nur als Folge einer aktiven Auseinandersetzung des Ichs mit der Vielfalt der Erfahrungen, Menschen und Seinsmomente möglich ist, auch wenn diese das Ich immer wieder aus seinem mühsam erworbenen Gleichgewicht zu bringen drohen.
Aus dem Inhalt: Virginia Woolf - Frage nach dem Ich - Aktive Spiegelungen - Bachtin - Tagebuch - Prosa - Kurzgeschichten - Mrs Dalloway (Gesellschaft) - The Waves (Gemeinschaft) - Between the Acts (Geschichte).